Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Megalodon
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Der Megalodon (Otodus megalodon, Syn.: Megaselachus megalodon, Carcharocles megalodon oder Carcharodon megalodon) ist eine ausgestorbene Haiart aus der Familie der Otodontidae oder möglicherweise der Makrelenhaie (Lamnidae), die von Louis Agassiz im Jahr 1835 wissenschaftlich beschrieben wurde. Der Fossilbericht dieses Haies reicht vom oberen MiozĂ€ncite-ref-boessenecker-1-1[1] bis zur PliozĂ€n-PleistozĂ€n-Grenze vor 3,6cite-ref-boessenecker-1-2[1] oder 2,6 Mio. Jahrencite-ref-2[2] und besteht aus weltweiten Zahn- oder (seltener) Wirbelfunden. Diese Art bevorzugte vermutlich die euphotische Zone warmer Meere. Mit einer geschĂ€tzten MaximallĂ€nge von 16 bis 20 m war O. megalodon wahrscheinlich die grĂ¶ĂŸte Haiart der Erdgeschichte. Merkmale umfassen die enorme KörpergrĂ¶ĂŸe und die großen, dreieckigen ZĂ€hne, weshalb diese Art frĂŒher der Gattung Carcharodon zugeordnet wurde. Neuere Studien vermuten aber eher, dass O. megalodon weniger nahe mit dem Weißen Hai verwandt war, und ordnen das Tier verschiedenen Gattungen zu (Carcharocles, Megaselachus oder Otodus, wovon erstere die gelĂ€ufigste in wissenschaftlichen Arbeiten, letztere die heute gĂŒltige ist), die alle innerhalb der ausgestorbenen Familie Otodontidae liegen. Trotz der spĂ€rlichen Überreste beschĂ€ftigen sich zahlreiche Studien mit dem Körperbau, der Beißkraft und der Beute dieses Tieres. Der Name setzt sich aus dem altgriechischen WörtstĂ€mmen ÎŒÎ”ÎłÎ±Î»Îż- megalo- â€čgroßâ€ș und áœ€ÎŽÎżÎœÏ„- odont- â€čZahnâ€ș zusammen.

Contents

‱ Merkmale
‱ Wirbel
‱ Körperbau
‱ GrĂ¶ĂŸe
‱ Beißkraft
‱ Fortbewegung
‱ Systematik
‱ UrsprĂŒnge
‱ Aussterben
‱ Kinofilme
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Fossilbericht und Verbreitung

Die Existenz des Megalodons wird durch fossile ZĂ€hne dokumentiert, die auf ein Alter von 2 bis 17 Millionen Jahren datiert wurden.cite-ref-nursey-3-0[3] Sie wurden in Australien,cite-ref-gottfried-compagno-bowman-4-0[4] Europa,cite-ref-europe-5-0[5]cite-ref-purdy-6-0[6] Afrika, Indien, Japan, SĂŒd-cite-ref-venezula-7-0[7] und Nordamerika gefunden,cite-ref-whale-8-0[8] was auf eine weltweite Verbreitung hindeutet.cite-ref-nursey-3-1[3] Einige dieser ZĂ€hne sind mehr als 18 cm lang.cite-ref-biss-9-0[9] Ähnlich wie der heutige Weiße Hai bevorzugte auch Otodus megalodon wahrscheinlich KĂŒstenregionen in warmen Meeren.cite-ref-gottfried-compagno-bowman-4-1[4] Die ZĂ€hne werden meistens in Sedimenten gefunden, die auf Meerestiefen von weniger als 200 m hindeuten, allerdings ist es möglich, dass O. megalodon auch in Meerestiefen von bis zu 300 m vorkam.cite-ref-pimiento-10-0[10] Seine riesigen ZĂ€hne wurden von steinzeitlichen Menschen fĂŒr Speerspitzen und Ähnliches verwendet.cite-ref-hunter2-11-0[11] Gewöhnlich ĂŒberdauern bei Knorpelfischen lediglich ZĂ€hne und lassen RĂŒckschlĂŒsse auf das Tier zu, der verkalkte Skelettknorpel ist hingegen kaum erhaltungsfĂ€hig. Deshalb gibt es von Megalodon lediglich vereinzelte Wirbelfunde sowie Bissspuren an Walknochen.cite-ref-hell-12-0[12] Das am besten erhaltene Exemplar (IRSNB P 9893, ursprĂŒnglich IRSNB 3121) ist durch eine WirbelsĂ€ule aus dem MiozĂ€n von Belgien bekannt, der 141 RĂŒckenwirbel zugeordnet werden. Der Durchmesser der Wirbel reicht von 5,5 bis 15,5 cm.cite-ref-gottfried-compagno-bowman2-13-0[13] Der grĂ¶ĂŸte bekannte Wirbel, der O. megalodon zugeordnet werden kann, wurde in einem Verband von 20 Wirbeln (NHMD 157890) in der obermiozĂ€nen Gram-Formation in DĂ€nemark gefunden und hat einen Durchmesser von ungefĂ€hr 23,0 cm.cite-ref-europe2-14-0[14]cite-ref-greenfield-2022-15-0[15] Einige prismatische Knorpel aus spĂ€ten kĂ€nozoischen Schichten könnten zu O. megalodon gehören, allerdings ist dies umstritten.cite-ref-gottfried-compagno-bowman3-16-0[16]

Merkmale

ZĂ€hne und Kiefer

O. megalodon hatte dreieckige ZĂ€hne mit fein gesĂ€gten Schneidekanten und einer V-förmig eingebuchteten Zahnwurzel. WĂ€hrend die vorderen ZĂ€hne groß und symmetrisch sind, sind die hinteren eher asymmetrisch mit einer leicht schrĂ€gen Krone.cite-ref-nursey-3-2[3] Neben den vorderen und hinteren ZĂ€hnen verfĂŒgte O. megalodon noch ĂŒber seitliche ZĂ€hne und ZwischenzĂ€hne (engl. intermediate tooth) im Oberkiefer. Im Oberkiefer verfĂŒgt O. megalodon ĂŒber vier vordere ZĂ€hne, zwei ZwischenzĂ€hne, 14 seitliche und acht hintere ZĂ€hne. Im Unterkiefer sind es sechs vordere, 16 seitliche und acht hintere ZĂ€hne.cite-ref-whale-8-1[8] In einigen Studien wird nur zwischen vorderen und seitlichen ZĂ€hnen unterschieden.cite-ref-17[17] Seitliche Zacken an der Zahnwurzel (welche bei den Verwandten von O. megalodon vorkommen) fehlen, allerdings sind sie bei Jungtieren gelegentlich vorhanden.cite-ref-nursey-3-3[3] Die ZĂ€hne sind breit, aber nicht sehr dick.cite-ref-hell-12-1[12] Auf Basis der ZahngrĂ¶ĂŸe und den Proportionen eines heutigen Weißen Hais wurde ein Gebiss rekonstruiert, das groß genug gewesen wĂ€re, einen aufrecht stehenden Menschen zu verschlingen. Das Gebiss wird auf eine Breite von ĂŒber 3 m und eine Höhe von ĂŒber 2,5 m geschĂ€tzt.cite-ref-biss-9-1[9] Die Kiefer wurden von Gottfried und Kollegen als grĂ¶ĂŸer, robuster, massiver und mit stĂ€rkeren Muskeln als die des Weißen Hais rekonstruiert.cite-ref-gottfried-compagno-bowman4-18-0[18]

Wirbel

Wirbel von O. megalodon werden selten gefunden. Die 20 Wirbel aus der Gram-Formation des Oberen MiozĂ€ns von DĂ€nemark (NHMD 157890) sowie die 141 Wirbel aus Belgien (IRSNB P 9893) erlauben jedoch Einblicke in die Wirbelanatomie von O. megalodon. Die Wirbelkörper waren kurz und hoch gebaut. Alle Wirbel verfĂŒgten ĂŒber verkalkte OberflĂ€chen in den Gelenkhöhlen.cite-ref-europe2-14-1[14] Die Wirbel unterscheiden sich von denen des Riesenhais (welche oft in denselben Formationen gefunden werden und Ă€hnlich groß sind) durch dickere WĂ€nde, einen weniger lĂ€nglichen Bau und kleinere Löcher in der Mitte. Es wird vermutet, dass die WirbelsĂ€ule von O. megalodon aus 190 bis 200 Wirbeln bestand, womit sie deutlich mehr Wirbel hĂ€tte als die des Weißen Hais.cite-ref-gottfried-compagno-bowman2-13-1[13]

Körperbau

Über den Körperbau ist so gut wie nichts bekannt, da außer einigen Wirbeln und ZĂ€hnen nichts gefunden wurde. Dennoch gibt es ein rekonstruiertes Skelett, basierend auf dem des Weißen Hais. Dort wird O. megalodon mit einem proportional breiteren Kiefer und proportional etwas lĂ€ngeren Flossen als der heutige Weiße Hai dargestellt; außerdem ist er in der Rekonstruktion viel krĂ€ftiger gebaut.cite-ref-gottfried-compagno-bowman4-18-1[18]

Andere Forscher nehmen an, dass O. megalodon mit dem Sandtigerhai nĂ€her verwandt war als mit dem Weißen Hai und daher diesem Ă€hnlicher sah. Bretton Kent bezweifelt dies jedoch, da der Körperbau des Sandtigerhais auf Beschleunigung ausgelegt ist. Um die SchwimmfĂ€higkeit beizubehalten, brauchte ein derart großer Sandtigerhai proportional viel grĂ¶ĂŸere Flossen. Sie wĂ€ren beim Schwimmen hinderlich, weil fĂŒr ihre Bewegung viel Kraft notwendig wĂ€re. Daher vermutet Kent, dass die einzige Körperform, die fĂŒr einen derart großen Hai in Frage kĂ€me, eine sei, die auf energiesparende Dauergeschwindigkeit ausgelegt ist. Kent schlĂ€gt den Wal- und Riesenhai als Basis fĂŒr die Körperform vor. Diese haben eine sichelförmige Schwanzflosse und eine kleine Afterflosse. Diese Körperform verringert die Zugkraft beim Schwimmen. Andere große Schwimmer (Weißer Hai, Makohaie, Speerfische und Thunfische) verfĂŒgen ebenfalls ĂŒber solche Merkmale.cite-ref-hunter4-19-0[19] Dem gegenĂŒber kommen mehrere Studien aus den Jahren 2024 und 2025 zu dem Schluss, dass die Körperform von O. megalodon eher der heutiger Makohaie oder Zitronenhaie entsprach. Ihnen liegt die in Belgien gefundene und teils vollstĂ€ndig erhaltene WirbelsĂ€ule mit insgesamt 141 Wirbeln zugrunde (IRSNB P 9893). Demnach war O. megalodon möglicherweise lĂ€nger als bisher angenommen, dafĂŒr aber wesentlich schlanker gebaut als im Vergleich der Weiße Hai. Ein lĂ€ngergestreckter Körper wirkt sich allerdings auch auf die Lebensweise und Körperfunktionen aus, die dadurch markant vom Weißen Hai abgewichen haben könnten.cite-ref-sternes-et-al-2024-20-0[20]cite-ref-shimada-et-al-2025-21-0[21]

Allometrische Vergleiche mit mehreren ökologisch Ă€hnlichen und im Verhalten vergleichbaren rezenten Vertretern der Makrelenhaie wĂŒrde fĂŒr ein rund 16 m langes Exemplar von O. megalodon eine SchĂ€dellĂ€nge von gut 4,65 m annehmen lassen, was rund 29 % der GesamtlĂ€nge entsprĂ€che. Die RĂŒckenflosse wĂ€re gut 1,62 m hoch (10 %) und 1,99 m lang (12 %), wĂ€hrend die gesamte Körperhöhe gemessen an und einschließlich der RĂŒckenflosse 4,53 m (28 %) betragen wĂŒrde. Die Schwanzflosse wiederum könnte bis zu 3,85 m Höhe (24 %) erreicht haben, die Brustflosse wĂ€re mit 3,1 m etwas kleiner. Im Gesamtkontext dieser Rekonstruktion hĂ€tte O. megalodon einen etwas kompakteren und stĂ€mmigeren Körperbau, als bei einem reinen Vergleich mit dem Weißen Hai.cite-ref-22[22]

Andere Autoren sehen derartige Rekonstruktionsversuche basierend auf allometrischen oder formalen Vergleichen als schwierig an und verweisen auf die relative Vielgestaltigkeit der Makrelenhaie und die komplexen VerwandtschaftsverhĂ€ltnisse innerhalb der Gruppe. Demnach wĂ€re umfangreicheres und aussagekrĂ€ftigeres Fossilmaterial Voraussetzung, um die Körperproportionen exakter bestimmen zu können. Ein wie in der Vergangenheit hĂ€ufig vorgenommener Vergleich von Megalodon mit dem Weißen Hai basiert daher auch lediglich in der Auffassung beider als SpitzenprĂ€dator im jeweiligen Ökosystem.cite-ref-23[23]cite-ref-sternes-et-al-2024-20-1[20]

GrĂ¶ĂŸe

Über die GrĂ¶ĂŸe von O. megalodon gibt es unterschiedliche Meinungen. FrĂŒhere SchĂ€tzungen reichten von 9 bis 30 m. Die 30-m-Angaben wurden spĂ€ter (1994) als nicht haltbar angesehen, darauf folgende SchĂ€tzungen gingen von 12 bis 18 m als Spanne fĂŒr die GrĂ¶ĂŸe eines erwachsenen Megalodon aus.cite-ref-museum-24-0[24] Michael Gottfried (1996) errechnete die GrĂ¶ĂŸe des grĂ¶ĂŸten damals bekannten Exemplars, basierend auf einem 168 mm hohen Zahn. Die Berechnungen basieren auf der Vermutung, dass das VerhĂ€ltnis zwischen der Höhe der vorderen ZĂ€hne und der GesamtlĂ€nge Ähnlichkeiten mit dem eines Weißen Hais aufwies. Diese Vermutung wurde dadurch gestĂŒtzt, dass Weiße Haie bereits relativ große ZĂ€hne haben und dass O. megalodon proportional breitere ZĂ€hne hatte als der Weiße Hai. Daher sind proportional lĂ€ngere ZĂ€hne unwahrscheinlich. Gottfried gab eine konservative Rechnung von 15,9 m und ungefĂ€hr 50 t, eine mittlere Angabe von 17 m und 60 t und eine großzĂŒgige Angabe von 20,2 m und 103 t.cite-ref-gottfried-compagno-bowman5-25-0[25] Diese Methode und die Zahlenangaben sind relativ weit akzeptiert.cite-ref-nursey3-26-0[26]cite-ref-wroe-27-0[27] Mit einer vergleichbaren Methode kam Kenshu Shimada im Jahr 2019 auf KörperlĂ€ngen von 14,2 bis 15,3 m, wobei sich der letztere Wert auf den auch von Gottfried 1996 verwendeten Zahn bezieht. Nach Shimadas Auffassung wurden GrĂ¶ĂŸen ĂŒber 15 m aber nur selten erreicht.cite-ref-28[28]

Eine alternative Methode benutzt die Zahnweite der oberen vorderen ZĂ€hne zur Berechnung der GrĂ¶ĂŸe. Mit ihr lĂ€sst sich der Besitzer eines 12 cm weiten Zahns auf 16,5 m GesamtlĂ€nge schĂ€tzen. Die Methode wird dadurch gestĂŒtzt, dass sich der Kieferumfang (welcher sich aus der Weite des grĂ¶ĂŸten Zahns ergibt) proportional zur GrĂ¶ĂŸe des Tieres verhĂ€lt. Dieses Prinzip ist bei den meisten großen Haien anwendbar.cite-ref-hunter7-29-0[29] Exemplare mit einer KörpergrĂ¶ĂŸe von weniger als 10,5 m werden als Jungtiere und Exemplare mit einer GrĂ¶ĂŸe von weniger als 4 m als Neugeborene definiert.cite-ref-nursey2-30-0[30] Gottfried vermutet, dass MĂ€nnchen GrĂ¶ĂŸen von 10 bis 14 m erreichten, wĂ€hrend laut seinen Angaben Weibchen 13 bis 17 m erreichten.cite-ref-gottfried-compagno-bowman6-31-0[31]

In weiteren Studien wurde als alternative Methode zur KörpergrĂ¶ĂŸenbestimmung die WirbelgrĂ¶ĂŸe und LĂ€nge der WirbelsĂ€ule benutzt, wobei hier das relativ vollstĂ€ndige Exemplar aus dem MiozĂ€n Belgiens (IRSNB P 9893) die Basis bildet. Bereits Mitte der 1990er Jahre war alleinig anhand des grĂ¶ĂŸten zugehörigen Wirbels mit einem Durchmesser von 15,5 cm unter Bezug auf den Weißen Hai eine GesamtlĂ€nge des Individuums von 9,2 m ermittelt worden.cite-ref-gottfried-compagno-bowman2-13-2[13] JĂŒngeren Rekonstruktionen zufolge weist die gesamte WirbelsĂ€ule aber bereits eine LĂ€nge von 11,1 m auf, wobei hier der Schwanzanteil und zuzĂŒglich der SchĂ€del fehlen. In einer Untersuchung aus dem Jahr 2025 wurde diese Rekonstruktion der WirbelsĂ€ule als Basis genommen und um den theoretischen Anteil des Kopfes und des Schwanzes fĂŒr die GesamtlĂ€ngenberechnung ergĂ€nzt. Das VerhĂ€ltnis der RumpflĂ€nge zur Kopf- und SchwanzlĂ€nge bei heutigen Makrelenhaien variiert zwischen 42 % beim Gemeinen Fuchshai und 71 % beim Riesenhai. Unter Ausschluss von Tieren mit extrem verlĂ€ngertem Rostrum oder Schwanz betrĂ€gt der Durchschnittswert des Kopfanteils an der GesamtlĂ€nge bei den rezenten Arten 16,6 % und der des Schwanzteils 32,6 %. FĂŒr das Individuum aus Belgien ergĂ€be sich dadurch eine GesamtlĂ€nge von 16,4 m. Im Vergleich zu dem grĂ¶ĂŸten Wirbel des Individuums aus Belgien, misst das grĂ¶ĂŸte bekannte Exemplar, aus der obermiozĂ€nen Gram-Formation in DĂ€nemark stammend (NHMD 157890), insgesamt 23 cm. Die gleichen VerhĂ€ltniswerte angewendet wĂŒrde dieses Individuum eine GesamtlĂ€nge von 24,3 m erreicht haben. Unter theoretischer Annahme, dass O. megalodon vergleichbar zu einigen anderen Makrelenhaien einen außerordentlich verlĂ€ngerten SchĂ€del oder Schwanz besaß, variieren die Extremwerte fĂŒr das Individuum aus Belgien zwischen 13,2 und 33,1 m und fĂŒr jenes aus DĂ€nemark zwischen 19,6 und 49,1 m. Letztere Angaben werden aber als unwahrscheinlich angesehen. Das Körpergewicht ist wiederum abhĂ€ngig vom Körperbau, der bei heutigen Haien von sehr langgestreckt-schlank beim Zitronenhai ĂŒber krĂ€ftig beim Weißen Hai bis kurz-stĂ€mmig beim Heringshai reicht. Diese variablen Formen berĂŒcksichtigend mĂŒsste fĂŒr das Megalodon-Individuum aus Belgien ein Gewicht zwischen 26,9 und 33,3 t (durchschnittlich 30 t) sowie fĂŒr das aus DĂ€nemark zwischen 83,6 und 104,7 t (durchschnittlich 94 t) veranschlagt werden. Sowohl die GesamtlĂ€nge als auch das Körpergewicht setzen bezĂŒglich des unterschiedlichen GrĂ¶ĂŸenverhĂ€ltnisses zwischen dem Individuum aus Belgien und dem aus DĂ€nemark voraus, dass das Wachstum der Körperproportionen wĂ€hrend der Ontogenese einheitlich verlief.cite-ref-shimada-et-al-2025-21-1[21]

UrsprĂŒnglich deuteten Vergleiche von ZĂ€hnen aus verschiedenen lithostratigraphischen Einheiten darauf hin, dass die GrĂ¶ĂŸe von O. megalodon mit der Zeit zunahm.cite-ref-megsize-32-0[32] Jedoch konnte eine Studie aus dem Jahr 2015 diese Hypothese anhand von 544 O. megalodon-ZĂ€hnen aller Altersstufen nicht bestĂ€tigen. Die KörperlĂ€nge wurde hier mithilfe der Zahnhöhe berechnet, als Basis dafĂŒr dient der Weiße Hai.cite-ref-pimiento3-33-0[33] Die KörperlĂ€nge der Exemplare reichte (laut der genannten Berechnung) von 2,2 bis 17,9 m mit einem Durchschnittswert von ungefĂ€hr 10 m.cite-ref-pimiento4-34-0[34] Der höchste Durchschnittswert findet sich bei Exemplaren aus dem spĂ€ten MiozĂ€n.cite-ref-pimiento5-35-0[35]

Einer Studie aus dem Jahr 2022 zufolge bestanden möglicherweise lokale GrĂ¶ĂŸenunterschiede. Demnach wurden Individuen aus Regionen mit kĂŒhleren Meeresströmungen durchschnittlich grĂ¶ĂŸer als solche aus Gebieten mit wĂ€rmeren. So lassen sich anhand der ZĂ€hne aus der Yorktown-Formation im östlichen Nordamerika mit einer geschĂ€tzten mittleren Wassertemperatur von 21 °C durchschnittliche IndividuengrĂ¶ĂŸen von 10,1 m ermitteln. FĂŒr die Bone-Valley-Formation im sĂŒdöstlichen Nordamerika liegen die entsprechenden Werte bei 29 °C und 5,4 m. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass die regional auftretenden geringeren LĂ€ngenwerte Individuen aus „Kinderstuben“ widerspiegeln, doch werden die Ergebnisse der Analyse vorerst mit dem Wirken der Bergmannschen Regel begrĂŒndet. Demnach kamen die extrem großen Exemplare lediglich in kĂŒhleren Meeresregionen vor.cite-ref-36[36]

PalÀobiologie

Beißkraft

FĂŒr O. megalodon gibt es Berechnungen der BeißkrĂ€fte, basierend auf einer Skalierung vom Weißen Hai. Das verwendete Individuum ist ein Jungtier, das 2,5 m lang und 240 kg schwer ist. Im hinteren Teil des Kiefers betrĂ€gt die Beißkraft des verwendeten Individuums ungefĂ€hr 3,1 kN. Zum Skalieren wurden die Gewichtswerte von Gottfried (1996) verwendet. FĂŒr die niedrigere Grenze (~50 t) wurde eine Beißkraft von rund 109 kN ermittelt. FĂŒr die obere Grenze von 103 t war das Ergebnis nach Computerberechnungen 182 kN. Damit wĂ€re die Beißkraft des Megalodons bis zu zehnmal so stark wie die in derselben Studie errechnete Beißkraft des Weißen Hais.cite-ref-wroe-27-1[27]

Die Forscher weisen darauf hin, dass die KrĂ€fte, die beim Biss auf das Beutetier einwirkten, wahrscheinlich höher waren als die errechneten Werte. Das liegt daran, dass Haie beim Töten ihrer Beute ihre Kiefer oft schĂŒtteln.cite-ref-wroe2-37-0[37]

ErnÀhrung

O. megalodon war vermutlich ein SpitzenprĂ€dator,cite-ref-liv-38-0[38] der gemĂ€ĂŸ einigen Isotopenanalysen basierend auf Stickstoff die höchste Position in der Nahrungskette einnahm.cite-ref-kast-et-al-2022-39-0[39] Erwachsenen Exemplare von O. megalodon bevorzugten möglicherweise große Wale als Beute, Jungtiere werden als JĂ€ger von kleineren Walen gesehen. Hinweise darauf liefert der Umstand, dass grĂ¶ĂŸere Bartenwale in den bevorzugten JagdgrĂŒnden der Jungtiere fehlten.cite-ref-purdy3-40-0[40] Sehr junge Individuen fraßen vermutlich Fischecite-ref-nursey2-30-1[30] oder vielleicht sogar Dugongs.cite-ref-hunter-41-0[41] In seichten, tropischen Meeren waren Fische, Schildkröten, SeekĂŒhe und kleine Wale vermutlich die bevorzugte Beute.cite-ref-venezula2-42-0[42]

Man vermutet einen Zusammenhang zwischen der großen Artenvielfalt von Walen am Anfang des MiozĂ€n und dem Auftauchen von O. megalodon.cite-ref-liv-38-1[38] Auch im PliozĂ€n waren Bartenwale, Zahnwale und Robben sehr zahlreich vorhanden.cite-ref-whale-8-2[8] Als Hinweise einer Bejagung von Walen durch O. megalodon werden Zahnspuren an den Flossen und Wirbeln der MeeressĂ€uger gewertet.cite-ref-whale-8-3[8]cite-ref-purdy3-40-1[40] Nach Analyse von 70 Bissspuren an Walknochen waren in zwei Drittel der FĂ€lle die Flossen, die Schultern oder die Brustwirbel das Ziel des Angriffs.cite-ref-hell-12-2[12] Aufgrund der Platzierung der Bisse wird vermutet, dass O. megalodon zuerst die Flossen seiner Opfer abriss, und sie damit bewegungsunfĂ€hig machte.cite-ref-wroe3-43-0[43] Da viele Bisse in der Schulter- oder Brustregion erfolgten, wird außerdem angenommen, dass O. megalodon die Knochen des Opfers angriff, welche von Weißen Haien meistens gemieden werden. Wahrscheinlich attackierte O. megalodon wichtige Organe wie die Lunge oder das Herz, was den sofortigen Tod einleitet, anders als der Biss des Weißen Hais, der das Opfer eher verbluten lĂ€sst.cite-ref-hell-12-3[12] Dass nicht alle Angriffe auf Wale erfolgreich verliefen geben verheilte Bissspuren an einem Bartenwal-Wirbel an. Die Spur wurde durch einen Zahn verursacht, der rekonstruiert knapp 6 cm weit und 7 bis 8 cm hoch war. Allerdings ist nicht entscheidbar, ob der Zahnabdruck von einem jĂŒngeren Individuum von O. megalodon, einem Weißen Hai, von Parotodus oder einem anderen Tier (zum Beispiel einem Zahnwal) stammt. Aufgrund der vermuteten Kieferform ist ein Hai als Verursacher jedoch am wahrscheinlichsten.cite-ref-healed-44-0[44]

Allerdings zeigt eine Isotopenstudie aus dem Jahr 2025, die erstmals Zink-Isotope (ÎŽ66Zn) im Zahnschmelz von Megalodon-Fossilien analysierte, dass die Haie nicht stets die höchste Position in der Nahrungskette besetzten, sondern bezĂŒglich ihrer ErnĂ€hrung weitaus flexibler waren. Je nach Region nutzten sie auch Beute typisch fĂŒr niedrigere Positionen in der Nahrungskette, was durch ĂŒberlappende Isotopenwerte mit anderen Beutegreifern jener Zeit erkenntlich wird. Als Untersuchungsobjekte standen hauptsĂ€chlich ZĂ€hne aus verschiedenen Fundstellen des Molassegebietes des sĂŒdlichen Mitteleuropas zur VerfĂŒgung. Die Autoren der Untersuchung charakterisieren O. megalodon daher als „opportunistischen SuperprĂ€dator“.cite-ref-45[45]

Energiehaushalt

Anhand von Isotopenanalysen an ZĂ€hnen von O. megalodon aus verschiedenen Fundregionen konnte ermittelt werden, dass die Tiere eine relativ stabile Körpertemperatur aufwiesen, die durchschnittlich bei 26 bis 27 °C lag. Parallel durchgefĂŒhrte Untersuchungen an Muschelschalen aus den gleichen Gesteinslagen ergaben eine damalige Meerestemperatur im Lebensraum von Megalodon von rund 21 °C. Demnach konnte Megalodon seine Körpertemperatur stabilisieren und mehrere Grad ĂŒber der Umgebungstemperatur halten. Der Effekt einer relativ konstanten Körpertemperatur wird als Endothermie bezeichnet. Dies ist unter den Fischen von heutigen Makrelenhaien bekannt und wurde teilweise auch beim im Vergleich zu O. megalodon Ă€hnlich großen Walhai beobachtet, ebenso wie beim Riesenhai.cite-ref-nakamura-et-al-2020-46-0[46]cite-ref-dolton-et-al-2023-47-0[47] GegenĂŒber sympatrischen Makrelenhaien aus den gleichen Gesteinsformationen wie etwa der Gattung Carcharodon war die Körpertemperatur von O megalodon etwas höher. Möglicherweise befĂ€higte Megalodon die konstante Körpertemperatur auch kĂŒhlere Meeresregionen aufzusuchen oder schnellere Jagdattacken durchzufĂŒhren.cite-ref-griffiths-et-al-2023-48-0[48]

Fortbewegung

Teilweise wird angenommen, dass O. megalodon ein relativ schneller Schwimmer war, der sich mit Geschwindigkeiten von 4,8 bis 5,1 km/h im Meer fortbewegte. Dies wĂ€re deutlich schneller als es fĂŒr den heutigen Weißen Hai mit durchschnittlich 3,5 km/h oder Makohaie mit 3,3 km/h dokumentiert ist. Im Vergleich zu diesen sind Heringshaie mit 3,6 bis 3,9 km/h schneller unterwegs. Ebenso erreichen der Wal- und Riesenhai Ă€hnlich hohe Geschwindigkeiten zu letztgenannten, was teilweise mit ihrer planktonischen Nahrungsaufnahme nahe der WasseroberflĂ€che erklĂ€rt wird, wĂ€hrend der in grĂ¶ĂŸeren Tiefen fressende Riesenmaulhai nur halb so schnell ist. Aufgrund des Fehlens vergleichbar großer beutegreifender Fische in der heutigen Meeresfauna ist eine Rekonstruktion der SchwimmbefĂ€higung von O. megalodon schwierig. Die weltweite Verbreitung von Fossilien lĂ€sst aber eine migratorische Lebensweise vermuten, wodurch ein Ă€hnliches Verhalten wie beim Weißen Hai möglich ist. Einige Interpretationen gehen davon aus, dass die Fortbewegungsgeschwindigkeit von O. megalodon daher bei durchschnittlich 2,1 bis 3,5 km/h lag. Aufgrund der Energieersparnis impliziert dies aber einen schlankeren und weniger krĂ€ftigen Körperbau. Andere große Meeresbewohner wie die Wale sind im Vergleich zu den meisten Makrelenhaien doppelt bis dreimal so schnell, was in der abweichenden Schwimmtechnik mit vertikalen anstatt horizontalen Körperbewegungen begrĂŒndet ist.cite-ref-shimada-et-al-2025-21-2[21]

Individualentwicklung

In der GatĂșn-Formation (Panama) wurden im Jahr 2010 ZĂ€hne gefunden, die 32 O. megalodon-Exemplaren zugeordnet wurden. Von diesen Exemplaren waren 21 Jungtiere (KörpergrĂ¶ĂŸe von 4 bis 10 m) und vier Neugeborene (KörpergrĂ¶ĂŸe von 2 bis 4 m). Weil die meisten Exemplare nicht ausgewachsen waren, wird davon ausgegangen, dass es sich bei der GatĂșn-Formation um eine „Kinderstube“ handelte, wo junge O. megalodon-Exemplare Schutz vor Raubtieren und reichlich Nahrung fanden. In der GatĂșn-Formation wurden grĂ¶ĂŸere ZĂ€hne gefunden, die wahrscheinlich zu erwachsenen Tieren gehörten. Sie waren vermutlich Fressfeinde der Jungtiere.cite-ref-nursey2-30-2[30] Im Jahr 2013 wurden 22 weitere Exemplare in dieser Formation gefunden. Die meisten davon waren Jungtiere, was die „Kinderstuben“-Hypothese stĂŒtzt. Da auch von anderen Haiarten dort ZĂ€hne von Jungtieren gefunden wurden, wird vermutet, dass diese Region von verschiedenen Haiarten als „Kinderstube“ genutzt wurde.cite-ref-pimiento2-49-0[49]

Andere „Kinderstuben“ wurden nahe dem Peace River in Kanada und in der Bone-Valley-Region in Florida gefunden. In beiden Regionen gibt es auch Knochen von Dugongs, Delfinen und kleinen Walen. In letzterer sind Knochen genannter Tiere mit Bissspuren bekannt, die wahrscheinlich von O. megalodon-Jungtieren stammen. Eine andere mögliche „Kinderstube“ befindet sich in South Carolina. Hierbei ist es allerdings unsicher, ob es sich um eine „Kinderstube“ handelt, da ZĂ€hne von neugeborenen O. megalodon-Exemplaren fehlen.cite-ref-hunter-41-1[41] Da „Kinderstuben“ nur in warmen Regionen bekannt sind, wird vermutet, dass junge O. megalodon-Exemplare kĂ€lteempfindlicher waren als erwachsene.cite-ref-purdy4-50-0[50]

Anhand einzelner Wirbel konnte das individuelle Wachstum der Tiere untersucht werden. Die Wirbel bestehen aus ringförmigen Schichten, die vermutlich die jĂ€hrlichen Zuwachszonen darstellen, vergleichbar den Baumringen. Das grĂ¶ĂŸte Wirbelexemplar der relativ vollstĂ€ndigen RumpfwirbelsĂ€ule des Individuums aus Belgien (IRSNB P 9893) wies bei einem Durchmesser von 15,5 cm insgesamt 46 derartige Ringe auf, womit das Tier entsprechend in diesem Alter starb. Die LĂ€nge der WirbelsĂ€ule fĂŒr das Indivuiduum aus Belgien lĂ€sst eine GesamtlĂ€nge von 16,4 m annehmen. Bei der Geburt war das Tier offensichtlich bereits rund 3,6 m lang, worĂŒber einerseits der Kern des Wirbels Aufschluss gibt, andererseits erreichen Neugeborene der Makrelenhaie zwischen 20 und 45 % der KörperlĂ€nge des Muttertiers. Die anfĂ€ngliche Wachstumsrate betrug den Berechnungen der einzelnen Wirbelschichten nach in den ersten zehn Jahren zwischen 34 und 41 cm, verlangsamte sich dann aber auf 20 bis 31 cm. Ausgehend davon, dass einzelne Funde auf bis zu 24 m lange Exemplare hinweisen, könnte die Lebenserwartung von O. megalodon bei 88 bis 100 Jahren gelegen haben. Die relative GrĂ¶ĂŸe der Jungtiere bei der Geburt hĂ€ngt eventuell mit einem intrauterinen Kannibalismus zusammen, auch Oophagie genannt. Hierbei fressen die bereits geschlĂŒpften Jungen die Eier ihrer Geschwister. Dadurch ist zwar die Anzahl des Nachwuchses geringer, dieser kommt aber bereits relativ groß zur Welt. Bekannt ist dies von verschiedenen Makrelenhaiartigen, etwa dem Sandtigerhai. Hier werden auch, verbunden mit der Ovoviviparie, die Ursachen fĂŒr die enorme KörpergrĂ¶ĂŸenentwicklung von O. megalodon gesehen, der innerhalb der rĂ€uberisch lebenden Makrelenhaiartigen keine andere Form nahekam. Andere Forscher erklĂ€ren dies mit einem endothermen Körperhaushalt.cite-ref-51[51]cite-ref-52[52]cite-ref-shimada-et-al-2025-21-3[21]

Systematik

UrsprĂŒnglich wurde O. megalodon von Louis Agassiz, dem Autor der Erstbeschreibung, aufgrund der Ă€hnlichen Zahnform neben dem Weißen Hai als weitere Art in die Gattung Carcharodon gestellt.cite-ref-old-53-0[53] SpĂ€tere Forscher unterstĂŒtzten diese Klassifikation damit, dass der zweite Vorderzahn im Oberkiefer bei beiden Arten symmetrisch und jeweils der grĂ¶ĂŸte Zahn im Kiefer ist.cite-ref-purdy2-54-0[54] Vergleichsuntersuchungen von Gordon Hubbel widersprechen jedoch dieser alten These. Hubbel stellte fest, dass beim Weißen Hai der dritte Zahn im vorderen Teil des Oberkiefers um einiges kleiner ist als die ersten beiden. Bei O. megalodon ist dieser nur geringfĂŒgig kleiner als die ersten beiden. Außerdem hat dieser Zahn beim Weißen Hai einen grĂ¶ĂŸeren Neigungswinkel. Hubbel schließt daraus, dass O. megalodon wahrscheinlich nicht (wie frĂŒher angenommen) der Vorfahre des Weißen Hais war und keine rezenten Nachfahren hat.cite-ref-hunter3-55-0[55] Wenn man der Hypothese unterschiedlicher Gattungszugehörigkeit folgt, stammte der Weiße Hai wahrscheinlich von einer Gruppe ausgestorbener Makohaie ab,cite-ref-carcharias-origin-56-0[56] was durch vergleichende Untersuchungen zwischen dem Weißen Hai und dem ausgestorbenen Makohais Isurus hatalis unterstĂŒtzt wird. In einer Analyse aus dem Jahr 2006 wurde ein Stammbaum von Nyberg und Kollegen veröffentlicht:cite-ref-carcharias-origin2-57-0[57]

Nachfolgend unterstĂŒtzten die meisten Wissenschaftler die Annahme, dass O. megalodon zur Gattung Carcharocles gehört,cite-ref-nursey-3-4[3] die 1923 aufgestellt wurde.cite-ref-carcharocles-58-0[58] Wenn man der Carcharocles-Theorie folgt, gehörte Megalodon nicht zur Familie Lamnidae, sondern zur Familie Otodontidae.cite-ref-nursey-3-5[3] Wahrscheinlich war die Gattung Carcharocles ein Schwestertaxon der Gattungen Otodus und Parotodus.cite-ref-parotodus-59-0[59]

Es folgt ein Kladogramm von Hubbel und Kollegen aus dem Jahr 2009, welches Megalodon als Schwestertaxon von Otodus auffĂŒhrt:cite-ref-fsp-60-0[60]

Bereits Anfang der 2010er Jahre zeigten einzelne phylogenetische Untersuchungen, dass Megalodon innerhalb der Otodontidae die Terminalform der Otodus-Gruppe bildet und durch die Ausgliederung in eine eigene Gattung Otodus wiederum poly- beziehungsweise paraphyletisch wird. Einige Wissenschaftler sahen daher Megalodon innerhalb der Gattung Otodus.cite-ref-otodusmegalodon-61-0[61] Letztendlich ĂŒberfĂŒhrten Kenshu Shimada und Forscherkollegen im Jahr 2017 Megalodon in die Gattung Otodus,cite-ref-62[62] was in der Folgezeit auch von anderen Wissenschaftlern unterstĂŒtzt wurde.cite-ref-trif-et-al-2013-63-0[63]cite-ref-boessenecker-1-3[1]

Manche Autoren ordnen O. megalodon einer eigenen Gattung namens Megaselachus zu, weil Megalodon die seitlichen Zacken an der Zahnwurzel (wie bei anderen Carcharocles-Arten) fehlen.cite-ref-mega-64-0[64] Andere verwenden Megaselachus, einschließlich Megalodon, sowie auch Carcharocles als Untergattung von Otodus.cite-ref-trif-et-al-2013-63-1[63]

Obwohl nicht so nah verwandt wie ursprĂŒnglich vermutet, hat der Weiße Hai von den rezenten Makrelenhaien am meisten mit O. megalodon gemeinsam und wird am hĂ€ufigsten fĂŒr Vergleiche herangezogen.cite-ref-nursey-3-6[3] Das liegt zum Teil daran, dass die Makrelenhaie als nĂ€chste heute lebende Verwandte der Otodontidae gesehen werden.cite-ref-oto-65-0[65]

Stammesgeschichte

UrsprĂŒnge

Die Gattung Otodus trat erstmals im frĂŒhen PalĂ€ozĂ€n vor rund 66 Millionen Jahren auf. Es sind mehrere sich abwechselnde Arten bekannt. Eine der Ă€ltesten ist mit O. obliquus aus dem Unteren EozĂ€n belegt. Fossilfunde liegen unter anderem aus dem Ouled-Abdoun-Becken und dem sĂŒdwestlich anschließenden Ganntour-Becken in Marokko vor. Aus ersterem wurden 20 ZĂ€hne von bis zu 9 cm LĂ€nge und halb so viele Wirbel von bis zu 10 cm Durchmesser berichtet, letzteres wartet mit mehr als 200 ZĂ€hnen auf. Die Funde lassen Tiere von 4 bis 8 m KörperlĂ€nge annehmen. Die hohe Anzahl an ZĂ€hnen im Ganntour-Becken wird mit möglichen Paarungsgebieten in den ehemaligen Schelfgebieten erklĂ€rt.cite-ref-66[66]cite-ref-67[67] Weitere Funde kamen aus verschiedenen palĂ€ogenen Gesteinseinheiten in Alabama zu Tage.cite-ref-68[68] Die bereits betrĂ€chtlichen Körpermaße verweisen darauf, dass der Riesenwuchs der Fische schon sehr frĂŒh in der stammesgeschichtlichen Entwicklung begann. Da aber laut Isotopenanalysen schon die frĂŒhen Megalodon-Vertreter eine Position als SpitzenprĂ€dator einnahmen, bestand fĂŒr die weitere extreme KörpergrĂ¶ĂŸenzunahme hin zu O. megalodon keine Notwendigkeit mehr. Vielmehr wurde dies wohl durch die bedingte Endothermie und die intrauterine Oophagie begĂŒnstigt und vorangetrieben.cite-ref-kast-et-al-2022-39-1[39] Bei nachfolgenden Formen wie O. auriculatus aus dem Oberen EozĂ€n, O. angustidens aus dem OligozĂ€n und O. chubutensis aus dem Unteren MiozĂ€n kam es zu einer kontinuierlichen VergrĂ¶ĂŸerung der ZĂ€hne und einer Ausbildung einer feinen Zackung an den RĂ€ndern. Einen recht umfangreichen Fossilbeleg kann hierbei O. angustidens vorweisen. So sind gut 230 ZĂ€hne und 170 Wirbel aus der Boom-Clay-Formation in Belgien sowie 165 ZĂ€hne und 32 Wirbel aus der Otekaike-Limestone-Formation in Neuseeland dokumentiert. O. megalodon selbst trat im Verlauf des MiozĂ€ns erstmals auf. Mögliche frĂŒhe Nachweise aus dem frĂŒhen Abschnitt finden sich mit ĂŒber 50 ZĂ€hnen in der Kokozura-Formation in Japan.cite-ref-greenfield-2022-15-1[15]cite-ref-shimada-et-al-2025-21-4[21]

Aussterben

Zum Aussterben von O. megalodon gibt es verschiedene Hypothesen. Eine besagt, dass die Entstehung des Isthmus von Panama den Weg zu den warmen GewÀssern im westlichen Atlantik blockierte, die O. megalodon als Kinderstube brauchte.cite-ref-hunter6-69-0[69]

Andere Hypothesen vermuten zu starke Konkurrenz mit anderen Beutegreifern wie Schwertwalen oder Weißen Haien. Schwertwale sind (Ă€hnlich wie O. megalodon) JĂ€ger von großen Walen und stellten daher Konkurrenz fĂŒr ausgewachsene Tiere dar. Es ist auch möglich, dass große Gruppen von Schwertwalen Jagd auf O. megalodon gemacht haben. Weiße Haie waren möglicherweise Rivalen (oder JĂ€ger) von Jungtieren.cite-ref-hunter6-69-1[69] Die mögliche Bedeutung des Weißen Hais als Faktor fĂŒr das Aussterben von O. megalodon wurde in einer Studie aus dem Jahr 2022 untermauert. Hierin ergaben Isotopenanalysen an in den ZĂ€hnen beider Arten eingelagertem Zink, dass diese zumindest im Verlauf des PliozĂ€ns Ă€hnliche Nahrungsressourcen nutzten, die sich aus Bartenwalen und eventuell auch SeekĂŒhen zusammensetzten. Eine direkte Konkurrenz lĂ€sst sich dadurch aber nicht zweifelsfrei belegen, da sowohl O. megalodon als auch der Weiße Hai durchaus unterschiedliche Beutearten bejagt haben könnten.cite-ref-mccormack-et-al-2022-70-0[70]

Eine weitere Hypothese besagt, dass die Beute von O. megalodon ebenfalls eine Rolle gespielt hat. Im PliozĂ€n entwickelten Wale fortgeschrittenere Schwanzflossen und Schwimmmuskeln. Daher ist es möglich, dass O. megalodon sie nicht mehr jagen konnte, weil sie dadurch zu schnell geworden waren. Hinzu kommt noch, dass in dieser Zeit viele Wale in die Polarregionen wanderten, wohin O. megalodon sie nicht verfolgen konnte.cite-ref-hunter6-69-2[69] Zudem wird vermutet, dass auch die konstante Körpertemperatur unabhĂ€ngig von den Ă€ußeren Bedingungen einen Einfluss auf das Aussterben gespielt haben könnte. Endeothermie ist mit hohen energetischen Kosten verbunden, die in der Regel ĂŒber die Nahrung gedeckt werden mĂŒssen. O. megalodon benötigte aufgrund seiner enormen Körpermasse entsprechend hohe Nahrungsmengen, die die Tiere im Zuge der klimatisch bedingten UmweltverĂ€nderungen im Verlauf des PliozĂ€ns eventuell nicht mehr aufbringen konnten.cite-ref-griffiths-et-al-2023-48-1[48]

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Grund fĂŒr das Aussterben von O. megalodon in einer Kombination mehrerer dieser Faktoren lag.cite-ref-gottfried-compagno-bowman7-71-0[71] Möglich ist auch, dass die (vermutete) mit der Zeit zunehmende GrĂ¶ĂŸe von O. megalodon eine Rolle spielte, weil große Tiere meistens empfindlicher gegenĂŒber VerĂ€nderungen in ihrer Umgebung sind als kleinere.cite-ref-megsize-32-1[32]cite-ref-mccormack-et-al-2022-70-1[70]

Mutmaßungen im Bereich der Kryptozoologie, dass O. megalodon bis heute in der Tiefsee ĂŒberlebt habe, sind nicht haltbar, da ein Leben in der Tiefsee Anpassungen an die extremen Bedingungen dort erfordert und O. megalodon Verhalten und Anatomie in kĂŒrzester Zeit komplett hĂ€tte verĂ€ndern mĂŒssen.cite-ref-hunter5-72-0[72]

Ausstellung

Das Oberösterreichische Landesmuseum in Linz zeigt in seiner Dauerausstellung Natur Oberösterreich seit 2010 ein Modell des Megalodon. Es wurde von dem Aachener PrĂ€parator Werner Kraus unter BerĂŒcksichtigung von letzten wissenschaftlichen Veröffentlichungen ĂŒber Fossilien, auch ĂŒber die aus der Pisco-Formation in Peru, erstellt.cite-ref-73[73] Im Calvert Marine Museum (CVM) in Solomons, (Maryland) in den USA ist ein rekonstruiertes O.-megalodon-Skelett ausgestellt. Außerdem gibt es eine ausgestellte WirbelsĂ€ule im MusĂ©e Royal d’Histoire Naturelle in BrĂŒssel.cite-ref-gottfried-compagno-bowman2-13-3[13]

Kinofilme

In der Handlung der Science-Fiction-Filme Meg (2018) und Meg 2: Die Tiefe (2023) existieren in der Gegenwart ĂŒberlebende Exemplare des Megalodon und werden in zahlreichen Trick-Szenen gezeigt.

Literatur

‱ gottfried M. D. Gottfried, L. J. V. Compagno, S. C. Bowman: Size and Skeletal Anatomy of the Giant “Megatooth” shark Carcharocles megalodon. In: Great White Sharks: The Biology of Carcharodon Carcharias. Academic Press, 1996, ISBN 0-12-415031-4, S. 55–66.
‱ purdy Robert W. Purdy: Paleoecology of Fossil White Sharks. In: Great White Sharks: The Biology of Carcharodon Carcharias. Academic Press, 1996, ISBN 0-12-415031-4, S. 67–78.
‱ pimiento C. Pimiento, D. J. Ehret, B. J. MacFadden, G. Hubbell: Ancient Nursery Area for the Extinct Giant Shark Megalodon from the Miocene of Panama. In: PLoS ONE. Band 5, Nr. 5, 2010, S. 1–5, doi:10.1371/journal.pone.0010552.
‱ pimiento13 Catalina Pimiento, Gerardo González-Barba, Dana J. Ehret, Austin J. W. Hendy, Bruce J. MacFadden, Carlos Jaramillo: Sharks and Rays (Chondrichthyes, Elasmobranchii) from the Late Miocene Gatun Formation of Panama. In: Journal of Paleontology. Band 87, Nr. 5, 2013, ISSN 0022-3360, S. 755–774, doi:10.1666/12-117 (si.edu [PDF]).
‱ pimiento15 Catalina Pimiento, Meghan A. Balk: Body-size trends of the extinct giant shark Carcharocles megalodon: a deep-time perspective on marine apex predators. In: Paleobiology. Band 41, Nr. 3, 2015, S. 479–490, doi:10.1017/pab.2015.16 (cambridge.org [PDF]).
‱ almgreen S. E. Bendix-Almgreen: Carcharodon megalodon from the Upper Miocene of Denmark, with comments on elasmobranch tooth enameloid: coronoi’n. In: Bull. geol. Soc. Denmark. Band 32. Copenhagen 1983, S. 1–32 (2dgf.dk [PDF]).
‱ aguilera-und-rodrigues-de-aguilera Orangel Aguilera, Dione Rodrigues de Aguilera: Giant-toothed White Sharks and Wide-toothed Mako (Lamnidae) from the Venezuela Neogene: Their Role in the Caribbean, Shallow-water Fish Assemblage. In: Caribbean Journal of Science. Band 40, Nr. 3, 2004, S. 368–382 (caribjsci.org [PDF]).
‱ renz Mark Renz: Megalodon: Hunting the Hunter. In: PaleoPress. 2002, ISBN 0-9719477-0-8, S. 1–159 (google.com).
‱ wroe S. Wroe, D. R. Huber, M. Lowry, C. McHenry, K. Moreno, P. Clausen, Z. I. Ferrara, E. Cunningham, M. N. Dean, A. P. Summers: Three-dimensional computer analysis of white shark jaw mechanics: how hard can a great white bite? In: Journal of Zoology. Band 276, Nr. 4, 2008, ISSN 0952-8369, S. 336–342, doi:10.1111/j.1469-7998.2008.00494.x (bio-nica.info [PDF; 91 kB]).
‱ nyberg K. G. Nyberg, C. N. Ciampaglio, G. A. Wray: Tracing the ancestry of the Great White Shark. In: Journal of Vertebrate Paleontology. Band 26, Nr. 4, 2006, S. 806–814, doi:10.1671/0272-4634(2006)26[806:TTAOTG]2.0.CO;2 (duke.edu [PDF]).

Weblinks

Commons

:

Otodus megalodon

– Sammlung von Bildern

‱ The Paleobiology Database Carcharocles
‱ 3D-Scan eines Megalodon-Zahns beim Naturhistorischen Museum Wien
‱ Rekonstruktion des Megalodon (Memento vom 11. Juni 2011 im Internet Archive) (englisch)
‱ Der Megalodon bei Haiwelt.de

Einzelnachweise

cite-note-boessenecker-11. Robert W. Boessenecker, Dana J. Ehret, Douglas J. Long, Morgan Churchill, Evan Martin, Sarah J. Boessenecker: The Early Pliocene extinction of the mega-toothed shark Otodus megalodon: a view from the eastern North Pacific. In: PeerJ. Band 7, 2019, Artikel e6088, doi:10.7717/peerj.6088.
cite-note-22. ↑ Catalina Pimiento, Christopher F. Clements: When Did Carcharocles megalodon Become Extinct? A New Analysis of the Fossil Record. In: PLOS ONE. Band 9, Nr. 10, 22. Oktober 2014, Artikel e111086, doi:10.1371/journal.pone.0111086.
cite-note-nursey-33. ↑ Pimiento et al. 2010, S. 3.
cite-note-gottfried-compagno-bowman-44. ↑ Gottfried et al. 1996, S. 55.
cite-note-europe-55. ↑ Bendix-Almgreen 1983, S. 1.
cite-note-purdy-66. ↑ Purdy 1996, S. 71.
cite-note-whale-88. ↑ John Clay Bruner: The Megatooth shark, Carcharodon megalodon Rough toothed, huge toothed. In: Dept. of Biological Sciences and Laboratory for Vertebrate Paleontology. University of Alberta, Edmonton, Alberta, T6G 2E9 Kanada 1997 (academia.edu).
cite-note-biss-99. ↑ David Herskowitz, Peter Wiggins: Huge Shark Jaw. In: Natural History. Heritage Auctions. 21. Dezember 2010. (fineart.ha.com, PDF; 610 kB).
cite-note-pimiento-1010. ↑ Pimiento et al. 2013, S. 761.
cite-note-hunter2-1111. ↑ Renz 2002, S. 4.
cite-note-hell-1212. ↑ James Riordon: Hell’s teeth. In: NewScientist Magazine. 2190, Juni 1999, S. 32.
cite-note-gottfried-compagno-bowman2-1313. ↑ Gottfried et al. 1996, S. 63–64.
cite-note-europe2-1414. ↑ Bendix-Almgreen 1983, S. 7.
cite-note-greenfield-2022-1515. ↑ Tyler Greenfield: List of skeletal material from megatooth sharks (Lamniformes, Otodontidae). In: Paleoichthys. Band 4, 2022, S. 1–9 (2022).
cite-note-gottfried-compagno-bowman3-1616. ↑ Gottfried et al. 1996, S. 58.
cite-note-gottfried-compagno-bowman4-1818. ↑ Gottfried et al. 1996, S. 64.
cite-note-hunter4-1919. ↑ Renz 2002, S. 35–36.
cite-note-sternes-et-al-2024-2020. ↑ Phillip C. Sternes, Patrick L. Jambura, Julia TĂŒrtscher, JĂŒrgen Kriwet, Mikael Siversson, Iris Feichtinger, Gavin J. P. Naylor, Adam P. Summers, John G. Maisey, Taketeru Tomita, Joshua K. Moyer, Timothy E. Higham, JoĂŁo Paulo C. B. da Silva, Hugo Bornatowski, Douglas J. Long, Victor J. Perez, Alberto Collareta, Charlie Underwood, David J. Ward, Romain Vullo, Gerardo GonzĂĄlez-Barba, Harry M. Maisch IV, Michael L. Griffiths, Martin A. Becker, Jake J. Wood, Kenshu Shimada: White shark comparison reveals a slender body for the extinct megatooth shark, Otodus megalodon (Lamniformes: Otodontidae). In: Palaeontologia Electronica. Band 27, Nr. 1, 2024, S. a7, doi:10.26879/1345.
cite-note-shimada-et-al-2025-2121. ↑ Kenshu Shimada, Ryosuke Motani, Jake J. Wood, Phillip C. Sternes, Taketeru Tomita, Mohamad Bazzi, Alberto Collareta, Joel H. Gayford, Julia TĂŒrtscher, Patrick L. Jambura, JĂŒrgen Kriwet, Romain Vullo, Douglas J. Long, Adam P. Summers, John G. Maisey, Charlie Underwood, David J. Ward, Harry M. Maisch IV, Victor J. Perez, Iris Feichtinger, Gavin J.P. Naylor, Joshua K. Moyer, Timothy E. Higham, JoĂŁo Paulo C.B. da Silva, Hugo Bornatowski, Gerardo GonzĂĄlez-Barba, Michael L. Griffiths, Martin A. Becker, Mikael Siversson: Reassessment of the possible size, form, weight, cruising speed, and growth parameters of the extinct megatooth shark, Otodus megalodon (Lamniformes: Otodontidae), and new evolutionary insights into its gigantism, life history strategies, ecology, and extinction. In: Palaeontologia Electronica. Band 28, Nr. 1, 2025, S. a12, doi:10.26879/1502.
cite-note-2222. ↑ Jack A. Cooper, Catalina Pimiento, Humberto G. Ferrón, Michael J. Benton: Body dimensions of the extinct giant shark Otodus megalodon: a 2D reconstruction. In: Scientific Reports. Band 10, 2020, S. 14596, doi:10.1038/s41598-020-71387-y.
cite-note-2323. ↑ Phillip C. Sternes, Jake J. Wood und Kenshu Shimada: Body forms of extant lamniform sharks (Elasmobranchii: Lamniformes), and comments on the morphology of the extinct megatooth shark, Otodus megalodon, and the evolution of lamniform thermophysiology. In: Historical Biology. An International Journal of Paleobiology. Band 35, Nr. 1, 2023, S. 139–151, doi:10.1080/08912963.2021.2025228.
cite-note-museum-2424. ↑ Gary S. Morgan: Whiter the giant white shark? In: A newsletter of paleontology. Band 2, Nr. 3, 1994 museumoftheearth.org (Memento vom 5. Oktober 2013 im Internet Archive) (PDF; 3,5 MB).
cite-note-gottfried-compagno-bowman5-2525. ↑ Gottfried et al. 1996, S. 59–61.
cite-note-nursey3-2626. ↑ Pimiento et al. 2010, S. 7.
cite-note-wroe-2727. ↑ Wroe et al. 2008, S. 338.
cite-note-2828. ↑ Kenshu Shimada: The size of the megatooth shark, Otodus megalodon (Lamniformes: Otodontidae), revisited. In: Historical Biology. Band 20, 2019, S. 1–8, doi:10.1080/08912963.2019.1666840.
cite-note-hunter7-2929. ↑ Renz 2002, S. 88.
cite-note-nursey2-3030. ↑ Pimiento et al. 2010, S. 6.
cite-note-gottfried-compagno-bowman6-3131. ↑ Gottfried et al. 1996, S. 61.
cite-note-megsize-3232. ↑ Catalina Pimiento, Meghan A. Balk: Chronoclinal body size increase of the extinct giant shark Megalodon (Carcharocles megalodon). In: Society of Vertebrate Paleontology. 2013.
cite-note-pimiento3-3333. ↑ Pimiento et al. 2015, S. 481.
cite-note-pimiento4-3434. ↑ Pimiento et al. 2015, S. 483.
cite-note-pimiento5-3535. ↑ Pimiento et al. 2015, S. 484.
cite-note-3636. ↑ Kenshu Shimada, Harry M. Maisch IV, Victor J. Perez, Martin A. Becker, Michael L. Griffiths: Revisiting body size trends and nursery areas of the Neogene megatooth shark, Otodus megalodon (Lamniformes: Otodontidae), reveals Bergmann’s rule possibly enhanced its gigantism in cooler waters. In: Historical Biology. Band 35, Nr. 2, 2023, S. 208–217, doi:10.1080/08912963.2022.2032024.
cite-note-wroe2-3737. ↑ Wroe et al. 2008, S. 339.
cite-note-liv-3838. ↑ Olivier Lambert, Giovanni Bianucci, Klaas Post, Christian de Muizon, Rodolfo Salas-Gismondi, Mario Urbina, Jelle Reumer: The giant bite of a new raptorial sperm whale from the Miocene epoch of Peru. In: Nature. Band 466, 1. Juli 2010, S. 105–108. (ateneo.unmsm.edu.pe, PDF; 527 kB).
cite-note-kast-et-al-2022-3939. ↑ Emma R. Kast, Michael L. Griffiths, Sora L. Kim, Zixuan C. Rao, Kenshu Shimada, Martin A. Becker, Harry M. Maisch, Robert A. Eagle, Chelesia A. Clarke, Allison N. Neumann, Molly E. Karnes, Tina LĂŒdecke, Jennifer N. Leichliter, Alfredo MartĂ­nez-GarcĂ­a, Alliya A. Akhtar, Xingchen T. Wang, Gerald H. Haug und Daniel M. Sigman: Cenozoic megatooth sharks occupied extremely high trophic positions. In: Science Advances. Band 8, 2022, S. eabl6529, doi:10.1126/sciadv.abl6529.
cite-note-purdy3-4040. ↑ Purdy 1996, S. 75.
cite-note-hunter-4141. ↑ Renz 2002, S. 32–33.
cite-note-wroe3-4343. ↑ Wroe et al. 2008, S. 340.
cite-note-healed-4444. ↑ R. J. Kallal, S. J. Godfrey, D. J. Ortner: Bone Reactions on a Pliocene Cetacean Rib Indicate Short-Term Survival of Predation Event. In: International Journal of Osteoarchaeology. Band 22, Nr. 3, 2010, S. 253–260, doi:10.1002/oa.1199.
cite-note-4545. ↑ Jeremy McCormack, Iris Feichtinger, Benjamin T. Fuller, Klervia Jaouen, Michael L. Griffiths, Nicolas Bourgon, Harry Maisch IV, Martin A. Becker, JĂŒrgen Pollerspöck, Oliver Hampe, Gertrud E. Rössner, Alexandre Assemat, Wolfgang MĂŒller und Kenshu Shimada: Miocene marine vertebrate trophic ecology reveals megatooth sharks as opportunistic supercarnivores. In: Earth and Planetary Science Letter., 2025, doi:10.1016/j.epsl.2025.119392.
cite-note-nakamura-et-al-2020-4646. ↑ Itsumi Nakamura, Rui Matsumoto und Katsufumi Sato: Body temperature stability in the whale shark, the world's largest fish. In: Journal of Experimental Biology. Band 223, Nr. 11, 2020, S. jeb210286, doi:10.1242/jeb.210286.
cite-note-dolton-et-al-2023-4747. ↑ Haley R. Dolton, Andrew L. Jackson, Robert Deaville, Jackie Hall, Graham Hall, Gavin McManus, Matthew W. Perkins, Rebecca A. Rolfe, Edward P. Snelling, Jonathan D. R. Houghton, David W. Sims und Nicholas L. Payne: Regionally endothermic traits in planktivorous basking sharks Cetorhinus maximus. In: Endangered Species Research. Band 51, 2023, S. 227–232, doi:10.3354/esr01257.
cite-note-griffiths-et-al-2023-4848. ↑ Michael L. Griffiths, Robert A. Eagle, Sora L. Kim, Randon J. Flores, Martin A. Becker, Harry M. Maisch IV, Robin B. Trayler, Rachel L. Chan, Jeremy McCormack, Alliya A. Akhtar, Aradhna K. Tripati, Kenshu Shimada: Endothermic physiology of extinct megatooth sharks. In: PNAS. Band 120, Nr. 27, 2023, S. e2218153120, doi:10.1073/pnas.2218153120.
cite-note-pimiento2-4949. ↑ Pimiento et al. 2013, S. 770.
cite-note-purdy4-5050. ↑ Purdy 1996, S. 76–77.
cite-note-5151. ↑ Kenshu Shimada, Martin A. Becker, Michael L. Griffiths: Body, jaw, and dentition lengths of macrophagous lamniform sharks, and body size evolution in Lamniformes with special reference to ‘off-the-scale’ gigantism of the megatooth shark, Otodus megalodon. In: Historical Biology. Band 33, Nr. 11, 2021, S. 2543–2559, doi:10.1080/08912963.2020.1812598.
cite-note-5252. ↑ Kenshu Shimada, Matthew F. Bonnan, Martin A. Becker, Michael L. Griffiths: Ontogenetic growth pattern of the extinct megatooth shark Otodus megalodon — implications for its reproductive biology, development, and life expectancy. In: Historical Biology. Band 33, Nr. 12, 2021, S. 3254–3259, doi:10.1080/08912963.2020.1861608.
cite-note-old-5353. ↑ Louis Agassiz: Recherches sur les poissons fossiles 
 Hrsg.: Biodiversity Heritage Library. 3: Placoïdes. (1833–1843). Petitpierre, Neuchatel, S. 247–249, doi:10.5962/bhl.title.4275 (biodiversitylibrary.org).
cite-note-purdy2-5454. ↑ Purdy 1996, S. 69.
cite-note-hunter3-5555. ↑ Renz 2002, S. 23–24.
cite-note-carcharias-origin-5656. ↑ Nyberg et al. 2006, S. 806.
cite-note-carcharias-origin2-5757. ↑ Nyberg et al. 2006, S. 807.
cite-note-carcharocles-5858. ↑ D. S. Jordan, H. Hannibal: Fossil sharks and rays of the Pacific Slope of North America. In: Bulletin of the Southern California Academy of Sciences. Band 22, 1923, S. 27–63.
cite-note-parotodus-5959. ↑ Bretton W. Kent, George W. Powell, Jr.: Reconstructed dentition of the rare lamnoid shark Parotodus benedeni (le Hon) from the Yorktown Formation (Early Pliocene) at Lee Creek Mine, North Carolina. In: The Mosasaur. Band 6, 1999, S. 3 (petit-fichier.fr [PDF]).
cite-note-fsp-6060. ↑ D. J. Ehret, G. Hubbell, B. J. Macfadden: Exceptional preservation of the white shark Carcharodon from the early Pliocene of Peru. In: Journal of Vertebrate Paleontology. Band 29, Nr. 1, 2009, S. 3, doi:10.1671/039.029.0113 (free.fr [PDF]).
cite-note-otodusmegalodon-6161. ↑ Mikael Siverson, Johan Lindgren, Michael G. Newbrey, Peter Cederström, Todd D. Cook: Late Cretaceous (Cenomanian-Campanian) mid-palaeolatitude sharks of Cretalamna appendiculata type. In: Acta Palaeontologica Polonica. Band 60, Nr. 2, 2015, S. 339–384, doi:10.4202/app.2012.0137.
cite-note-6262. ↑ Kenshu Shimada, Richard E. Chandler, Otto Lok Tao Lam, Takeshi Tanaka, David J. Ward: A new elusive otodontid shark (Lamniformes: Otodontidae) from the lower Miocene, and comments on the taxonomy of otodontid genera, including the ‘megatoothed’ clade. In: Historical Biology. Band 29, Nr. 5, 2017, S. 704–714, doi:10.1080/08912963.2016.1236795.
cite-note-trif-et-al-2013-6363. ↑ Nicolae Trif, Rodica Ciobanu, Vlad Codrea: The first record of the giant shark Otodus megalodon (Agassiz, 1835) from Romania. In: Brukenthal. Acta Musei. Band 11, Nr. 3, 2016, S. 507–526.
cite-note-mega-6464. ↑ V. Zhelezko, V. Kozlov: Elasmobranchii and Paleogene biostratigraphy of Transurals and Central Asia. Materials on stratigraphy palaeontology of the Urals. In: Ekaterinburg: Russian Academy of Sciences Urals Branch Uralian Regional Interdepartment Stratigraphical Commission. Band 3, 1999, S. 324.
cite-note-oto-6565. ↑ Bretton W. Kent: Speculations on the Size and Morphology of the Extinct Lamnoid Shark, Parotodus bend (le Hon). In: The Mosasaur. Band 6, 1999, S. 12 (petit-fichier.fr [PDF]).
cite-note-6666. ↑ Bruce J. MacFadden, Joann Labs-Hochstein, Irvy Quitmyer, Douglas S. Jones: Incremental growth and diagenesis of skeletal parts of the lamnoid shark Otodus obliquus from the early Eocene (Ypresian) of Morocco. In: Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology. Band 206, 2004, S. 179–1.
cite-note-6767. ↑ Sebastián Biton-Porsmoguer: Posible área de reproducción de Otodus obliquus (Lamniformes: Lamnidae) del Paleoceno en la cuenca de Ganntour (Marruecos).UMC 2017.
cite-note-6868. ↑ Dana J. Ehret, Jun Ebersole: Occurrence of the megatoothed sharks (Lamniformes: Otodontidae) in Alabama, USA. In: PeerJ. 2, 2014, S. :e625, doi:10.7717/peerj.625.
cite-note-hunter6-6969. ↑ Renz 2002, S. 41.
cite-note-mccormack-et-al-2022-7070. ↑ Jeremy McCormack, Michael L. Griffiths, Sora L. Kim, Kenshu Shimada, Molly Karnes, Harry Maisch, Sarah Pederzani, Nicolas Bourgon, Klervia Jaouen, Martin A. Becker, Niels Jöns, Guy Sisma-Ventura, Nicolas Straube, JĂŒrgen Pollerspöck, Jean-Jacques Hublin, Robert A. Eagle, Thomas TĂŒtken: Trophic position ofOtodus megalodonand great white sharks through time revealed by zinc isotopes. In: Nature Communications. Band 13, 2022, S. 2980, doi:10.1038/s41467-022-30528-9.
cite-note-gottfried-compagno-bowman7-7171. ↑ Gottfried et al. 1996, S. 65.
cite-note-hunter5-7272. ↑ Renz 2002, S. 40.
cite-note-7373. ↑ Österreichisches Landesmuseum Linz